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Katharina Döricht
Ernährungstherapeutin B.Sc.
4 Min. Lesezeit Aktualisiert am

Katharina Döricht ist Ernährungstherapeutin (B.Sc.) und Gründerin von Inner Sparkle. Seit 2016 beschäftigt sie sich aufgrund ihrer eigenen gesundheitlichen Geschichte intensiv mit entzündungshemmender Ernährung und teilt ihr Wissen sowie ihre Rezepte auf Social Media, in Blogs und Büchern. Bei Inner Sparkle ist sie insbesondere für die Produktentwicklung verantwortlich.

Wer nach einem Magnesiumpräparat sucht, stößt schnell auf Begriffe wie Magnesiumbisglycinat, Magnesiumcitrat, Magnesiumoxid oder Magnesiumchlorid. Doch worin unterscheiden sich diese Magnesiumformen und welches Magnesium ist wirklich das beste?

Die kurze Antwort lautet: Es gibt nicht die eine beste Magnesiumform für alle Menschen. Welche Verbindung am besten geeignet ist, hängt von deinen individuellen Bedürfnissen, deiner Verträglichkeit und dem gewünschten Anwendungsbereich ab.

In diesem Artikel erfährst du, welche Magnesiumformen es gibt, welche Vor- und Nachteile sie haben und warum Magnesiumbisglycinat für viele Menschen eine besonders gute Wahl ist.

Warum gibt es überhaupt verschiedene Magnesiumformen?

Magnesium kommt in Nahrungsergänzungsmitteln nicht als reines Magnesium vor, sondern ist immer an einen anderen Stoff gebunden, zum Beispiel an eine organische Säure oder eine Aminosäure.

Diese Verbindung beeinflusst unter anderem:

  • die Aufnahme im Körper (Bioverfügbarkeit)
  • die Verträglichkeit
  • die Anwendung
  • den Anteil an elementarem Magnesium

Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Die wichtigsten Magnesiumformen im Vergleich

Infografik zu sieben Magnesiumformen und ihren Verbindungspartnern wie Glycinat, Citrat, Oxid, Chlorid, Malat, Taurin und L-Threonat.

Die verschiedenen Magnesiumformen unterscheiden sich durch ihre jeweiligen chemischen Verbindungspartner.

1. Magnesiumbisglycinat

Gebunden an: die Aminosäure Glycin

Vorteile:

  • sehr gut bioverfügbar
  • besonders gut verträglich
  • verursacht vergleichsweise selten Magen-Darm-Beschwerden
  • ideal für die tägliche Einnahme
  • häufig die bevorzugte Wahl bei empfindlichem Magen

Mögliche Nachteile:

  • häufig teurer als Magnesiumoxid oder Magnesiumcitrat
  • enthält pro Gramm Verbindung weniger elementares Magnesium, da ein Teil des Gewichts auf die Aminosäure Glycin entfällt (deshalb sind oft mehr Kapseln oder eine größere Portion nötig)
  • kann, wie jedes Magnesiumpräparat, bei sehr hohen Dosierungen zu weichem Stuhl oder Durchfall führen

Für wen geeignet?

  • Menschen mit empfindlicher Verdauung
  • Menschen, die Magnesium regelmäßig einnehmen möchten
  • Sportlerinnen und Sportler
  • Menschen mit erhöhtem Magnesiumbedarf

2. Magnesiumcitrat

Gebunden an: Zitronensäure

Vorteile:

  • gute Bioverfügbarkeit
  • weit verbreitet
  • gut wasserlöslich

Mögliche Nachteile:

Magnesiumcitrat kann bei höheren Mengen eine abführende Wirkung haben und ist daher nicht für jeden gleich gut verträglich.

Geeignet für:

Menschen, die Magnesium gut vertragen und keine empfindliche Verdauung haben.

3. Magnesiumoxid

Vorteile:

  • hoher Magnesiumgehalt pro Gramm
  • häufig preisgünstig

Mögliche Nachteile:

Magnesiumoxid wird im Vergleich zu organischen Magnesiumverbindungen schlechter aufgenommen und kann häufiger zu Verdauungsbeschwerden führen.

4. Magnesiumchlorid

Gebunden an: Chlorid

Vorteile:

  • gut wasserlöslich
  • gute Bioverfügbarkeit
  • sowohl als Nahrungsergänzung als auch in Form von Magnesiumöl oder Magnesiumbädern erhältlich
  • wird vom Körper gut aufgenommen, wenn es oral eingenommen wird

Mögliche Nachteile:

  • kann bei höheren Dosierungen Magen-Darm-Beschwerden oder Durchfall verursachen
  • der Nutzen von Magnesiumölen oder Magnesiumsprays zur Aufnahme über die Haut ist bislang wissenschaftlich nicht eindeutig belegt

Für wen geeignet?

  • Menschen, die eine gut lösliche Magnesiumform bevorzugen
  • Personen, die Magnesium in flüssiger Form einnehmen möchten

5. Magnesiummalat

Gebunden an: Apfelsäure

Vorteile:

  • gute Bioverfügbarkeit
  • gut verträglich
  • Apfelsäure ist ein natürlicher Bestandteil des Energiestoffwechsels
  • wird häufig von körperlich aktiven Menschen gewählt


Mögliche Nachteile:

  • weniger wissenschaftliche Studien als zu Magnesiumbisglycinat oder Magnesiumcitrat
  • kann bei empfindlichen Personen leichte Magen-Darm-Beschwerden verursachen

Für wen geeignet?

  • Sportlerinnen und Sportler
  • Menschen mit einem aktiven Lebensstil
  • Personen, die eine gut verträgliche Magnesiumform suchen

6. Magnesiumtaurat

Gebunden an: Taurin

Vorteile:

  • gute Bioverfügbarkeit
  • in Studien wird die Kombination aus Magnesium und Taurin insbesondere im Zusammenhang mit der Herz-Kreislauf-Gesundheit untersucht
  • meist gut verträglich

Mögliche Nachteile:

  • bislang nur wenige hochwertige Studien am Menschen
  • häufig teurer als andere Magnesiumverbindungen
  • derzeit keine allgemeine Empfehlung gegenüber anderen Magnesiumformen möglich

Für wen geeignet?

  • Menschen, die sich gezielt für diese spezielle Magnesiumverbindung interessieren
  • Personen, die Wert auf gut verträgliche organische Magnesiumformen legen

7. Magnesium-L-Threonat

Gebunden an: L-Threonsäure

Vorteile:

  • kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden
  • wird aktuell hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf Gedächtnis und kognitive Funktionen erforscht
  • gute Bioverfügbarkeit

Mögliche Nachteile:

  • bisher begrenzte wissenschaftliche Evidenz für einen Nutzen bei gesunden Menschen
  • enthält vergleichsweise wenig elementares Magnesium pro Portion
  • meist deutlich teurer als andere Magnesiumformen

Für wen geeignet?

  • Menschen, die sich gezielt für Magnesiumformen mit Fokus auf die Gehirnforschung interessieren
  • Personen, die bereit sind, für diese spezielle Magnesiumverbindung einen höheren Preis zu zahlen

Ist Magnesiumbisglycinat das beste Magnesium?

Für viele Menschen lautet die Antwort: Ja.

Magnesiumbisglycinat gehört zu den organischen Magnesiumverbindungen und zeichnet sich durch eine gute Bioverfügbarkeit sowie eine sehr gute Verträglichkeit aus. Da Magnesium an die Aminosäure Glycin gebunden ist, wird diese Form häufig von Menschen gewählt, die andere Magnesiumverbindungen weniger gut vertragen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Magnesiumbisglycinat grundsätzlich besser ist als jede andere Magnesiumform. Je nach individueller Situation kann auch eine andere Verbindung sinnvoll sein.

Worauf solltest du beim Kauf achten?

Nicht nur die Magnesiumform spielt eine Rolle, sondern auch die Qualität des Produkts.

Achte auf:

  • eine hochwertige Magnesiumverbindung
  • eine transparente Deklaration des elementaren Magnesiumgehalts
  • möglichst wenige Zusatzstoffe
  • unabhängige Qualitätskontrollen
  • eine sinnvolle Dosierung

Unser Tipp: Magnesiumbisglycinat von Inner Sparkle

Bei Inner Sparkle setzen wir bewusst auf reines Magnesiumbisglycinat, da diese Form durch ihre gute Bioverfügbarkeit und ihre hohe Verträglichkeit überzeugt.

Unser Magnesium:

  • enthält hochwertiges Magnesiumbisglycinat
  • kommt ohne unnötige Zusatzstoffe aus
  • ist vegan
  • wird regelmäßig laborgeprüft
  • eignet sich ideal für die tägliche Einnahme

So kannst du deinen Körper zuverlässig mit Magnesium versorgen – ganz ohne Kompromisse bei Qualität oder Verträglichkeit.

Magnesiumbisglycinat
150 mg Magnesium pro Kapsel, vegan und ohne Füllstoffe oder unnötige Zusatzstoffe. Hergestellt in Deutschland und laborgeprüft auf Schwermetalle und Keime.

Häufige Fragen

Welches Magnesium wird am besten aufgenommen?

Organische Magnesiumverbindungen wie Magnesiumbisglycinat, Magnesiumcitrat oder Magnesiummalat weisen in der Regel eine gute Bioverfügbarkeit auf.

Welches Magnesium verursacht keinen Durchfall?

Eine Garantie gibt es nicht. Viele Menschen empfinden Magnesiumbisglycinat jedoch als besonders gut verträglich und berichten seltener über Magen-Darm-Beschwerden als bei einigen anderen Magnesiumverbindungen.

Welches Magnesium ist bei Muskelkrämpfen geeignet?

Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei. Welche Magnesiumform gewählt wird, hängt unter anderem von der individuellen Verträglichkeit ab.

Ist teures Magnesium besser?

Nicht unbedingt. Entscheidend sind vor allem die verwendete Magnesiumverbindung, die Qualität der Rohstoffe und eine sinnvolle Dosierung, nicht allein der Preis.

Welche Lebensmittel enthalten Magnesium?

Magnesium findet sich unter anderem in Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen, Mandeln, Cashewkernen, Haferflocken, Hülsenfrüchten und Spinat. Auch Mineralwasser kann je nach Magnesiumgehalt zur Versorgung beitragen.

Was ist der Unterschied zwischen Magnesium und Magnesiumbisglycinat?

Magnesium ist der Mineralstoff selbst. Bei Magnesiumbisglycinat ist Magnesium an die Aminosäure Glycin gebunden. Die Bezeichnung beschreibt damit die Magnesiumverbindung, in der der Mineralstoff im Präparat vorliegt.

Was bedeutet elementares Magnesium bei Nahrungsergänzungsmitteln?

Elementares Magnesium bezeichnet die tatsächliche Menge an Magnesium, die ein Präparat liefert. Sie ist nicht mit dem Gesamtgewicht der Magnesiumverbindung gleichzusetzen, da diese zusätzlich aus dem Stoff besteht, an den das Magnesium gebunden ist.

Fazit

Das beste Magnesium gibt es nicht, wohl aber die passende Magnesiumform für deine Bedürfnisse.

Während Magnesiumoxid vor allem durch seinen hohen Magnesiumanteil bekannt ist und Magnesiumcitrat häufig verwendet wird, überzeugt Magnesiumbisglycinat viele Menschen durch seine gute Bioverfügbarkeit und seine hohe Verträglichkeit. Deshalb ist es für die tägliche Magnesiumversorgung oft eine besonders gute Wahl.

Wenn du Wert auf hochwertige Inhaltsstoffe, eine gute Verträglichkeit und eine einfache Integration in deinen Alltag legst, ist Magnesiumbisglycinat eine ausgezeichnete Option.

Quellen

  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Referenzwerte für Magnesium.
  • European Food Safety Authority (EFSA). Dietary Reference Values for Magnesium.
  • National Institutes of Health (NIH), Office of Dietary Supplements. Magnesium – Fact Sheet for Health Professionals.
  • Gröber U. Magnesium in Prevention and Therapy. Nutrients. 2015;7(9):8199–8226.
  • Ranade VV, Somberg JC. Bioavailability and Pharmacokinetics of Magnesium After Administration of Magnesium Salts. American Journal of Therapeutics. 2001.
  • Schuette SA et al. Bioavailability of magnesium diglycinate versus magnesium oxide in patients with ileal resection.Journal of Parenteral and Enteral Nutrition. 1994.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.