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Katharina Döricht
Ernährungstherapeutin B.Sc.
6 Min. Lesezeit Aktualisiert am

Katharina Döricht ist Ernährungstherapeutin (B.Sc.) und Gründerin von Inner Sparkle. Seit 2016 beschäftigt sie sich aufgrund ihrer eigenen gesundheitlichen Geschichte intensiv mit entzündungshemmender Ernährung und teilt ihr Wissen sowie ihre Rezepte auf Social Media, in Blogs und Büchern. Bei Inner Sparkle ist sie insbesondere für die Produktentwicklung verantwortlich.

Matcha ist pulverisierter, im Schatten gewachsener Grüntee aus Japan, der mit ein bis zwei Gramm Pulver auf etwa 80 Milliliter Wasser bei rund 80 Grad aufgeschlagen wird. Anders als bei Aufgusstee trinkt man dabei das ganze Blatt und nicht nur den Auszug. Wie er schmeckt, entscheidet sich an Herkunft, Erntezeitpunkt und Qualitätsstufe.

Was ist Matcha und wie wird er hergestellt?

Matcha stammt ursprünglich aus Japan und wird dort seit Jahrhunderten in traditionellen Teezeremonien getrunken. Das feine Pulver entsteht aus den Blättern der Camellia sinensis, die vor der Ernte mehrere Wochen beschattet werden, bevor sie von Hand gepflückt, gedämpft, getrocknet und auf Steinmühlen vermahlen werden.

Der Schattenanbau ist der entscheidende Schritt. Unter reduziertem Licht bildet die Pflanze mehr Chlorophyll und mehr Aminosäuren, vor allem L-Theanin. Daher die kräftig grüne Farbe und der umami-Geschmack, der guten Matcha von einfachem Grüntee unterscheidet.

Anders als bei herkömmlichem Grüntee, bei dem nur der Aufguss getrunken und das Blatt weggeworfen wird, nimmst du beim Matcha das gesamte Blatt zu dir.

Was macht Matcha so gesund?

Matcha enthält eine Kombination aus Koffein, der Aminosäure L-Theanin, Catechinen und Mineralstoffen. Der bekannteste Inhaltsstoff ist Epigallocatechingallat, kurz EGCG, eines der am häufigsten untersuchten Catechine überhaupt.

Weil beim Matcha das ganze Blatt getrunken wird und nicht nur der Aufguss, liegen diese Gehalte höher als bei Grüntee aus denselben Blättern. Enthalten sind außerdem Magnesium, Zink, Kalium und Eisen, allerdings in kleinen Mengen, weil eine Portion nur ein bis zwei Gramm Pulver umfasst.

Zu Grüntee-Catechinen gibt es viel Forschung, die Ergebnisse sind uneinheitlich, und die EU hat bislang keine gesundheitsbezogene Aussage dazu zugelassen. Wir versprechen hier deshalb nichts, sondern sagen, was drin ist. Nicht ohne Grund heißt Matcha in Japan das grüne Gold, und das hat vor allem mit dem Aufwand beim Anbau zu tun.

Warum wirkt Matcha anders als Kaffee?

Der Unterschied zu Kaffee liegt in der Zusammensetzung. Kaffee liefert Koffein weitgehend allein, Matcha bringt daneben L-Theanin mit, eine Aminosäure, die in nennenswerter Menge fast nur in der Teepflanze vorkommt und durch den Schattenanbau zunimmt. Beides wird über das Pulver zusammen aufgenommen.

Dazu kommen Menge und Tempo. Eine Portion aus ein bis zwei Gramm enthält weniger Koffein als eine Tasse Filterkaffee, und sie wird über mehrere Minuten getrunken statt in wenigen Zügen.

Für viele ist Matcha deshalb die Alternative, wenn Kaffee zu viel ist, ob morgens am Schreibtisch, vor einer langen Sitzung oder als Ritual zum Tagesbeginn. Ob es sich für dich anders anfühlt, findest du in einer Woche heraus.

Warum Matcha in Japan ein Ritual ist

In Japan gilt Matcha nicht nur als Getränk. Die traditionelle Teezeremonie, Chanoyu, ist ein Ablauf mit festen Schritten, vom Sieben des Pulvers bis zum Schlagen des Schaums, jeder davon bewusst und in derselben Reihenfolge ausgeführt.

Diese Haltung lässt sich in den Alltag übertragen, ohne dass daraus eine Zeremonie werden muss. Die zwei Minuten, die Sieben und Aufschlagen dauern, sind zwei Minuten, in denen man nichts anderes tut. Für viele ist genau das der Grund, warum sie beim Matcha bleiben und nicht bei löslichem Pulver.

Wie bereitet man Matcha richtig zu?

  1. Ein bis zwei Gramm Matcha in eine Schale geben, traditionell in eine Chawan.
  2. Etwa 80 Milliliter Wasser mit rund 80 Grad aufgießen, nicht kochend.
  3. Mit einem Bambusbesen, dem Chasen, in Z-förmigen Bewegungen aufschlagen, bis ein feiner Schaum entsteht.
  4. Nach Belieben mit Wasser oder Pflanzendrink auffüllen.

Ohne Chasen: Ein Shaker oder ein elektrischer Milchaufschäumer funktionieren ebenfalls. Der Geschmack bleibt gleich, der Schaum wird mit dem Chasen nur feiner und stabiler.

Für den Matcha Latte: Einen Esslöffel Inner Sparkle Kollagen Creamer mit in den Milchaufschäumer geben, das macht ihn cremiger.

Woran erkennt man guten Matcha?

Herkunft: Die bekanntesten Anbauregionen sind Uji bei Kyoto, Nishio und Kagoshima.

Farbe und Geruch: Kräftig grün bis fast leuchtend, nicht gelblich oder stumpf. Frischer Matcha riecht süßlich und grasig.

Zertifizierung: JAS Organic für japanische Bio-Ware, EU-Bio für den europäischen Markt.

Qualitätsstufen:

  • Ceremonial Grade aus der ersten Ernte, für den puren Genuss aus der Schale
  • Premium Grade für den täglichen Latte
  • Culinary Grade für Smoothies, Bowls und zum Backen

Günstiger Matcha schmeckt oft bitter und strohig. Das liegt an späteren Ernten und gröberem Mahlgrad, nicht daran, dass du etwas falsch machst.

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Unser Bio Matcha stammt aus Japan, aus der ersten Ernte im Frühjahr, wird handgepflückt, schonend gedämpft und auf Granitstein gemahlen. Zeremonie-Qualität, bio-zertifiziert nach DE-ÖKO-001 und laborgeprüft auf Schwermetalle und Keime. Die 30-Gramm-Dose reicht für rund 30 Portionen.

Japanische Teebauern arbeiten in weiten Teilen bis heute in Handarbeit, besonders bei der Ernte der ersten Blätter. Der Schattenanbau, das Dämpfen kurz nach der Ernte und das Mahlen auf Granitmühlen sind aufwendige Schritte, und sie erklären, warum guter Matcha teurer ist als Grüntee.

Achte auf Zertifikate wie JAS Organic oder EU-Bio. Sie sagen etwas über den Anbau ohne synthetische Pestizide aus und sind überprüfbar, anders als Begriffe wie „nachhaltig" oder „schonend", die niemand kontrolliert.

Drei Rezepte mit Matcha

Matcha muss nicht immer als klassischer Matcha Latte getrunken werden. Wir haben drei leckere und einfache Matcha-Rezepte für dich, die dir zeigen, wie vielfältig Matcha sein kann.

🥤 1. Matcha Shake – cremig & nährstoffreich

Cremiger Shake mit Banane, Pflanzendrink und Matcha, nussig durch Mandelmus und Hanfsamen.

  • Ergibt 1 Glas
  • Zubereitung 5 Min.
  • Aufwand Einfach
🥤 1. Matcha Shake – cremig & nährstoffreich

Zutaten

  • ½ Banane
  • 200 ml Pflanzendrink, zum Beispiel Hafer, Mandel oder Cashew
  • 1 EL Hanfsamen
  • 1 TL Mandelmus
  • ½ TL Inner Sparkle Matcha
  • ⅓ TL gemahlene Vanille oder Zimt

Zubereitung

  1. Alle Zutaten in den Mixer geben.
  2. Cremig pürieren und sofort servieren.

🍓 2. Erdbeer-Matcha – erfrischend, fruchtig & sommerlich

Geschichtetes Kaltgetränk aus Erdbeerpüree, Pflanzendrink und frisch aufgeschlagenem Matcha.

  • Ergibt 1 Glas
  • Zubereitung 5 Min.
  • Aufwand Einfach
🍓 2. Erdbeer-Matcha – erfrischend, fruchtig & sommerlich

Zutaten

  • 5 Erdbeeren
  • 150 ml Pflanzendrink, zum Beispiel Mandel
  • 1 gestrichener TL Inner Sparkle Matcha
  • 80 ml Wasser
  • Eiswürfel

Zubereitung

  1. Erdbeeren putzen und fein pürieren.
  2. Püree ins Glas geben, Eiswürfel dazu, Pflanzendrink darüber gießen.
  3. Matcha mit dem Wasser aufschlagen, bis Schaum entsteht.
  4. Den Matcha vorsichtig über die Milchschicht gießen, damit die Schichten sichtbar bleiben.

🥣 3. Matcha Chia Pudding – cremig, nährstoffreich & sättigend

Über Nacht gequollener Chiapudding mit Matcha, Joghurt und Pflanzendrink, zum Toppen mit Beeren und Granola.

  • Ergibt 4 Portionen
  • Zubereitung 10 Min.
  • Aufwand Einfach
  • Haltbar 3 Tage im Kühlschrank
🥣 3. Matcha Chia Pudding – cremig, nährstoffreich & sättigend

Zutaten

  • 6 EL Chiasamen
  • 1–2 TL Inner Sparkle Matcha
  • 2 EL Joghurt, griechisch oder Kokos
  • 330 ml Milch oder Pflanzendrink, zum Beispiel Cashew oder Kokos
  • optional 1 TL Honig
  • optional ½ TL Vanilleextrakt

Topping

  • Joghurt
  • frische Beeren
  • Granola

Zubereitung

  1. Matcha mit einem Schuss warmem Wasser glatt rühren, bis keine Klümpchen bleiben.
  2. Milch, Joghurt und Chiasamen unterrühren.
  3. Abgedeckt über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.
  4. Vor dem Servieren mit Joghurt, Beeren und Granola toppen.

Häufige Fragen zu Matcha

Wie viel Matcha sollte man am Tag trinken?

Für die meisten Erwachsenen sind ein bis zwei Portionen Matcha am Tag eine übliche Menge. Pro Portion werden etwa ein bis zwei Gramm Matcha verwendet. Wie viel individuell passt, hängt unter anderem davon ab, wie empfindlich man auf Koffein reagiert und welche weiteren koffeinhaltigen Getränke man konsumiert.

Kann man Matcha jeden Tag trinken?

Matcha kann grundsätzlich täglich getrunken werden. Da Matcha Koffein enthält, sollte die gesamte Koffeinaufnahme über den Tag berücksichtigt werden – insbesondere, wenn zusätzlich Kaffee, Grüntee oder andere koffeinhaltige Getränke konsumiert werden.

Wann sollte man Matcha am besten trinken?

Viele trinken Matcha morgens oder am Vormittag als Alternative zu Kaffee. Auch am frühen Nachmittag kann Matcha gut passen. Wer empfindlich auf Koffein reagiert, sollte ihn eher nicht am späten Nachmittag oder Abend trinken.

Wie viel Koffein enthält Matcha?

Der Koffeingehalt hängt von Sorte, Anbau und verwendeter Menge ab. Eine typische Portion Matcha aus ein bis zwei Gramm Pulver enthält ungefähr 20 bis 70 Milligramm Koffein. Damit enthält eine Portion häufig weniger Koffein als eine Tasse Filterkaffee.

Wie lange wirkt Matcha?

Wie lange die Wirkung des enthaltenen Koffeins wahrgenommen wird, unterscheidet sich von Person zu Person. Koffein hat bei Erwachsenen im Durchschnitt eine Halbwertszeit von mehreren Stunden. Deshalb kann auch Matcha, der am Nachmittag getrunken wird, am Abend noch relevant für den Schlaf sein.

Kann man Matcha abends trinken?

Matcha enthält von Natur aus Koffein und ist deshalb für koffeinempfindliche Menschen am Abend eher ungeeignet. Wer Matcha trinken möchte, ohne den Schlaf unnötig zu beeinflussen, sollte zwischen der letzten Portion und dem Zubettgehen ausreichend Zeit einplanen.

Kann man Matcha auf nüchternen Magen trinken?

Grundsätzlich kann Matcha auch auf nüchternen Magen getrunken werden. Manche Menschen reagieren jedoch empfindlich auf Koffein und die im Tee enthaltenen Gerbstoffe. In diesem Fall ist es angenehmer, Matcha zu oder nach einer Mahlzeit zu trinken.

Warum schmeckt Matcha manchmal bitter?

Ein leicht herber Geschmack gehört zu Matcha, starke Bitterkeit kann jedoch verschiedene Ursachen haben. Zu heißes Wasser, zu viel Pulver oder eine niedrigere Matcha-Qualität können den Geschmack bitterer machen. Für die Zubereitung eignen sich etwa 80 °C heißes Wasser und ein bis zwei Gramm Matcha.

Wie bewahrt man Matcha richtig auf?

Matcha sollte gut verschlossen, trocken und vor Licht, Wärme sowie starken Gerüchen geschützt aufbewahrt werden. Nach dem Öffnen ist eine luftdichte Verpackung besonders wichtig, da das feine Pulver empfindlich auf Sauerstoff und Feuchtigkeit reagiert.

Was ist der Unterschied zwischen Matcha und Grüntee?

Matcha und klassischer Grüntee stammen beide von der Teepflanze Camellia sinensis. Bei Matcha werden die beschatteten Teeblätter zu feinem Pulver vermahlen und vollständig mitgetrunken. Bei normalem Grüntee werden die Blätter dagegen mit Wasser aufgegossen und anschließend entfernt.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.