
Matcha: Wirkung, Zubereitung und die besten Rezepte
Schattenanbau, 80 Grad und drei Qualitätsstufen: woran guter Matcha hängt
Matcha ist pulverisierter, im Schatten gewachsener Grüntee aus Japan, der mit ein bis zwei Gramm Pulver auf etwa 80 Milliliter Wasser bei rund 80 Grad aufgeschlagen wird. Anders als bei Aufgusstee trinkt man dabei das ganze Blatt und nicht nur den Auszug. Wie er schmeckt, entscheidet sich an Herkunft, Erntezeitpunkt und Qualitätsstufe.
Matcha stammt ursprünglich aus Japan und wird dort seit Jahrhunderten in traditionellen Teezeremonien getrunken. Das feine Pulver entsteht aus den Blättern der Camellia sinensis, die vor der Ernte mehrere Wochen beschattet werden, bevor sie von Hand gepflückt, gedämpft, getrocknet und auf Steinmühlen vermahlen werden.
Der Schattenanbau ist der entscheidende Schritt. Unter reduziertem Licht bildet die Pflanze mehr Chlorophyll und mehr Aminosäuren, vor allem L-Theanin. Daher die kräftig grüne Farbe und der umami-Geschmack, der guten Matcha von einfachem Grüntee unterscheidet.
Anders als bei herkömmlichem Grüntee, bei dem nur der Aufguss getrunken und das Blatt weggeworfen wird, nimmst du beim Matcha das gesamte Blatt zu dir.

Matcha enthält eine Kombination aus Koffein, der Aminosäure L-Theanin, Catechinen und Mineralstoffen. Der bekannteste Inhaltsstoff ist Epigallocatechingallat, kurz EGCG, eines der am häufigsten untersuchten Catechine überhaupt.
Weil beim Matcha das ganze Blatt getrunken wird und nicht nur der Aufguss, liegen diese Gehalte höher als bei Grüntee aus denselben Blättern. Enthalten sind außerdem Magnesium, Zink, Kalium und Eisen, allerdings in kleinen Mengen, weil eine Portion nur ein bis zwei Gramm Pulver umfasst.
Zu Grüntee-Catechinen gibt es viel Forschung, die Ergebnisse sind uneinheitlich, und die EU hat bislang keine gesundheitsbezogene Aussage dazu zugelassen. Wir versprechen hier deshalb nichts, sondern sagen, was drin ist. Nicht ohne Grund heißt Matcha in Japan das grüne Gold, und das hat vor allem mit dem Aufwand beim Anbau zu tun.
Der Unterschied zu Kaffee liegt in der Zusammensetzung. Kaffee liefert Koffein weitgehend allein, Matcha bringt daneben L-Theanin mit, eine Aminosäure, die in nennenswerter Menge fast nur in der Teepflanze vorkommt und durch den Schattenanbau zunimmt. Beides wird über das Pulver zusammen aufgenommen.
Dazu kommen Menge und Tempo. Eine Portion aus ein bis zwei Gramm enthält weniger Koffein als eine Tasse Filterkaffee, und sie wird über mehrere Minuten getrunken statt in wenigen Zügen.
Für viele ist Matcha deshalb die Alternative, wenn Kaffee zu viel ist, ob morgens am Schreibtisch, vor einer langen Sitzung oder als Ritual zum Tagesbeginn. Ob es sich für dich anders anfühlt, findest du in einer Woche heraus.
In Japan gilt Matcha nicht nur als Getränk. Die traditionelle Teezeremonie, Chanoyu, ist ein Ablauf mit festen Schritten, vom Sieben des Pulvers bis zum Schlagen des Schaums, jeder davon bewusst und in derselben Reihenfolge ausgeführt.
Diese Haltung lässt sich in den Alltag übertragen, ohne dass daraus eine Zeremonie werden muss. Die zwei Minuten, die Sieben und Aufschlagen dauern, sind zwei Minuten, in denen man nichts anderes tut. Für viele ist genau das der Grund, warum sie beim Matcha bleiben und nicht bei löslichem Pulver.
Ohne Chasen: Ein Shaker oder ein elektrischer Milchaufschäumer funktionieren ebenfalls. Der Geschmack bleibt gleich, der Schaum wird mit dem Chasen nur feiner und stabiler.
Für den Matcha Latte: Einen Esslöffel Inner Sparkle Kollagen Creamer mit in den Milchaufschäumer geben, das macht ihn cremiger.

Herkunft: Die bekanntesten Anbauregionen sind Uji bei Kyoto, Nishio und Kagoshima.
Farbe und Geruch: Kräftig grün bis fast leuchtend, nicht gelblich oder stumpf. Frischer Matcha riecht süßlich und grasig.
Zertifizierung: JAS Organic für japanische Bio-Ware, EU-Bio für den europäischen Markt.
Qualitätsstufen:
Günstiger Matcha schmeckt oft bitter und strohig. Das liegt an späteren Ernten und gröberem Mahlgrad, nicht daran, dass du etwas falsch machst.
Japanische Teebauern arbeiten in weiten Teilen bis heute in Handarbeit, besonders bei der Ernte der ersten Blätter. Der Schattenanbau, das Dämpfen kurz nach der Ernte und das Mahlen auf Granitmühlen sind aufwendige Schritte, und sie erklären, warum guter Matcha teurer ist als Grüntee.
Achte auf Zertifikate wie JAS Organic oder EU-Bio. Sie sagen etwas über den Anbau ohne synthetische Pestizide aus und sind überprüfbar, anders als Begriffe wie „nachhaltig" oder „schonend", die niemand kontrolliert.
Matcha muss nicht immer als klassischer Matcha Latte getrunken werden. Wir haben drei leckere und einfache Matcha-Rezepte für dich, die dir zeigen, wie vielfältig Matcha sein kann.
Cremiger Shake mit Banane, Pflanzendrink und Matcha, nussig durch Mandelmus und Hanfsamen.
Zutaten
Zubereitung
Zum Rezept auf Instagram: https://www.instagram.com/p/DOq3sK1DNKO/
Geschichtetes Kaltgetränk aus Erdbeerpüree, Pflanzendrink und frisch aufgeschlagenem Matcha.
Zutaten
Zubereitung
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Über Nacht gequollener Chiapudding mit Matcha, Joghurt und Pflanzendrink, zum Toppen mit Beeren und Granola.
Zutaten
Topping
Zubereitung
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Für die meisten Erwachsenen sind ein bis zwei Portionen Matcha am Tag eine übliche Menge. Pro Portion werden etwa ein bis zwei Gramm Matcha verwendet. Wie viel individuell passt, hängt unter anderem davon ab, wie empfindlich man auf Koffein reagiert und welche weiteren koffeinhaltigen Getränke man konsumiert.
Matcha kann grundsätzlich täglich getrunken werden. Da Matcha Koffein enthält, sollte die gesamte Koffeinaufnahme über den Tag berücksichtigt werden – insbesondere, wenn zusätzlich Kaffee, Grüntee oder andere koffeinhaltige Getränke konsumiert werden.
Viele trinken Matcha morgens oder am Vormittag als Alternative zu Kaffee. Auch am frühen Nachmittag kann Matcha gut passen. Wer empfindlich auf Koffein reagiert, sollte ihn eher nicht am späten Nachmittag oder Abend trinken.
Der Koffeingehalt hängt von Sorte, Anbau und verwendeter Menge ab. Eine typische Portion Matcha aus ein bis zwei Gramm Pulver enthält ungefähr 20 bis 70 Milligramm Koffein. Damit enthält eine Portion häufig weniger Koffein als eine Tasse Filterkaffee.
Wie lange die Wirkung des enthaltenen Koffeins wahrgenommen wird, unterscheidet sich von Person zu Person. Koffein hat bei Erwachsenen im Durchschnitt eine Halbwertszeit von mehreren Stunden. Deshalb kann auch Matcha, der am Nachmittag getrunken wird, am Abend noch relevant für den Schlaf sein.
Matcha enthält von Natur aus Koffein und ist deshalb für koffeinempfindliche Menschen am Abend eher ungeeignet. Wer Matcha trinken möchte, ohne den Schlaf unnötig zu beeinflussen, sollte zwischen der letzten Portion und dem Zubettgehen ausreichend Zeit einplanen.
Grundsätzlich kann Matcha auch auf nüchternen Magen getrunken werden. Manche Menschen reagieren jedoch empfindlich auf Koffein und die im Tee enthaltenen Gerbstoffe. In diesem Fall ist es angenehmer, Matcha zu oder nach einer Mahlzeit zu trinken.
Ein leicht herber Geschmack gehört zu Matcha, starke Bitterkeit kann jedoch verschiedene Ursachen haben. Zu heißes Wasser, zu viel Pulver oder eine niedrigere Matcha-Qualität können den Geschmack bitterer machen. Für die Zubereitung eignen sich etwa 80 °C heißes Wasser und ein bis zwei Gramm Matcha.
Matcha sollte gut verschlossen, trocken und vor Licht, Wärme sowie starken Gerüchen geschützt aufbewahrt werden. Nach dem Öffnen ist eine luftdichte Verpackung besonders wichtig, da das feine Pulver empfindlich auf Sauerstoff und Feuchtigkeit reagiert.
Matcha und klassischer Grüntee stammen beide von der Teepflanze Camellia sinensis. Bei Matcha werden die beschatteten Teeblätter zu feinem Pulver vermahlen und vollständig mitgetrunken. Bei normalem Grüntee werden die Blätter dagegen mit Wasser aufgegossen und anschließend entfernt.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.