
5 Tipps für einen erholsamen Schlaf
Warum Müdigkeit und Schlafqualität zwei verschiedene Dinge sind
Besser schlafen gelingt über fünf Stellschrauben am Abend: eine feste Abendroutine ab etwa 60 bis 90 Minuten vor dem Zubettgehen, leichte warme Mahlzeiten statt schwerer Kost, Kräutertee statt Koffein und Alkohol, ein dunkles und kühles Schlafzimmer bei 16 bis 19 Grad und mindestens eine Stunde ohne Bildschirm. Entscheidend ist nicht Perfektion, sondern dass die Abläufe jeden Abend gleich sind.
Während wir schlafen, läuft im Körper ein komplexes Regenerationsprogramm ab. Zellen erneuern sich, das Immunsystem wird gestärkt, und das Gehirn verarbeitet Informationen sowie Emotionen des Tages. Gleichzeitig werden wichtige Hormone reguliert, die Einfluss auf Energie, Stimmung und Stoffwechsel haben.
Ein dauerhaft gestörter Schlaf kann hingegen weitreichende Folgen haben, von Konzentrationsproblemen und erhöhter Reizbarkeit bis hin zu einem geschwächten Immunsystem und langfristigen gesundheitlichen Belastungen.
Zahlreiche Studien zeigen, dass guter Schlaf unter anderem:
Umso wichtiger ist es, dem Schlaf die Aufmerksamkeit zu schenken, die er verdient.
Warum feste Abläufe helfen: Unser Körper liebt Wiederholungen. Feste Rituale geben Sicherheit und signalisieren, wann es Zeit ist, herunterzufahren. Eine regelmäßige Abendroutine aktiviert den Parasympathikus, den Teil unseres Nervensystems, der für Entspannung und Regeneration zuständig ist.
Womit du anfängst: Idealerweise beginnst du etwa 60 bis 90 Minuten vor dem Schlafengehen, Stressoren bewusst zu reduzieren und den Tag langsam ausklingen zu lassen:
Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um Regelmäßigkeit. Schon kleine Rituale, die du täglich befolgst, machen über die Wochen den Unterschied.

Was wir abends essen und wann, hat einen erheblichen Einfluss darauf, wie schnell wir einschlafen. Schwere Mahlzeiten halten die Verdauung aktiv und erschweren das Zurruhekommen.
Besser weglassen:
Leichte Mahlzeiten am Abend: Suppen und Eintöpfe, gedünstetes Gemüse, Haferflocken sowie Reis oder Quinoa belasten den Körper am wenigsten.
Häufig genannt wird in diesem Zusammenhang Tryptophan. Das ist eine essenzielle Aminosäure, die der Körper nicht selbst herstellt und deshalb über die Nahrung aufnehmen muss. Gute Quellen sind Cashewkerne, Kichererbsen, Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Pistazien und Sojaprodukte.
Wie Ernährung und Darm zusammenhängen, liest du in unserem Beitrag Iss dich glücklich.
Müde ist nicht dasselbe wie gut geschlafen
Ein Glas Wein am Abend macht schläfrig, das bildet sich niemand ein. Müdigkeit und Schlafqualität sind aber zwei verschiedene Dinge, und in der zweiten Nachthälfte wird der Schlaf unruhiger. Wer abends etwas möchte, das zur Routine gehört, greift besser zum Kräutertee.
Kräutertees gehören für viele zum Abend, und dafür spricht zunächst etwas ganz Praktisches: Sie sind koffeinfrei, warm und lassen sich als fester Bestandteil in eine Routine einbauen.
Häufig getrunken werden:
Daneben ist warme Pflanzenmilch mit Zimt oder Muskat ein verbreitetes Abendgetränk. Was nicht in den Abend gehört, sind koffeinhaltige Tees wie Schwarztee, Grüntee und Mate.
Die Qualität deines Schlafes hängt stark von deiner Schlafumgebung ab. Schon kleine Störfaktoren führen dazu, dass du nachts häufiger aufwachst.
Auch Matratze, Kissen und Bettdecke sollte man nicht unterschätzen. Sie tragen maßgeblich zum Liegekomfort und damit zur Schlafqualität bei.

Smartphones, Tablets und Laptops strahlen blaues Licht aus, das die Melatoninproduktion hemmt. Melatonin ist das Hormon, das dem Körper signalisiert, dass es Zeit zum Schlafen ist. Blaues Licht gaukelt dem Gehirn Tageslicht vor und hält wach, selbst wenn man sich müde fühlt.
So reduzierst du den Einfluss:
Als Ersatz eignen sich Lesen, sanfte Dehnübungen oder Yoga, Meditation, Tagebuch schreiben oder bewusst eine Tasse Tee.
Mit einer einzigen Sache, nicht mit allen fünf. Nimm dir die vor, die am wenigsten Aufwand kostet, meist ist das die Bildschirmzeit oder das Licht, und halte sie zwei Wochen durch. Jeder Körper reagiert unterschiedlich, und Regelmäßigkeit bringt mehr als eine perfekte Routine, die nach vier Tagen einschläft.
Bei anhaltenden oder schweren Schlafproblemen solltest du ärztlichen Rat einholen, um mögliche Ursachen abzuklären.
Die meisten Erwachsenen benötigen etwa sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht. Entscheidend ist neben der Schlafdauer auch die Qualität und Regelmäßigkeit des Schlafs.
Ein regelmäßiger Schlafrhythmus, eine entspannte Abendroutine und möglichst wenig helles Licht am Abend können dabei helfen, schneller zur Ruhe zu kommen. Auch Bewegung und Tageslicht am Tag unterstützen einen gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus.
Wenn Gedanken dich am Einschlafen hindern, kann es helfen, sie vor dem Schlafengehen aufzuschreiben und so bewusst aus dem Kopf zu bekommen. Auch eine ruhige Atemübung, Meditation oder eine entspannte Abendroutine können dabei unterstützen, gedanklich zur Ruhe zu kommen.
Kurzes Aufwachen in der Nacht ist grundsätzlich normal. Häufiges oder länger andauerndes Aufwachen kann jedoch unter anderem durch Stress, Lärm, Licht, Alkohol, Koffein oder eine ungeeignete Schlafumgebung begünstigt werden.
Idealerweise solltest du etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen auf Handy, Tablet und andere Bildschirme verzichten. Das reduziert die abendliche Licht- und Reizbelastung und kann dabei helfen, leichter zur Ruhe zu kommen.
Ein regelmäßiger Schlafrhythmus und eine ruhige Abendroutine können das Einschlafen erleichtern. Auch ausreichend Tageslicht und Bewegung am Tag sowie weniger helles Licht und Bildschirmzeit am Abend können hilfreich sein.
Eine allgemein beste Schlafposition gibt es nicht. Entscheidend ist, dass die Position bequem ist und keine Beschwerden verursacht. Viele Menschen empfinden die Seitenlage als angenehm, während andere lieber auf dem Rücken schlafen.
Wer länger wach liegt, sollte sich nicht unter Druck setzen. Ruhiges Atmen, Lesen bei gedimmtem Licht oder eine andere entspannende Tätigkeit können helfen, wieder zur Ruhe zu kommen.
Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zur normalen psychischen Funktion bei. Ob eine Magnesiumsupplementierung den Schlaf verbessert, hängt unter anderem von der individuellen Versorgung und den jeweiligen Ursachen von Schlafproblemen ab.
Wenn Schlafprobleme über längere Zeit bestehen, sehr häufig auftreten oder den Alltag deutlich beeinträchtigen, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.